Wirkung der Gartentherapie

 

Neben den positiven psychischen Wirkungen, hat die Gartentherapie sowohl physische als auch soziale Aspekte. Gartentherapie ist auch eine angenehme Beschäftigung und Abwechslung im Alltag der Patienten/innen und bietet ihnen eine Aufgabe



Die Arbeit mit natürlichen Materialien ...

wie Pflanzen, Erde und Wasser lassen die Patienten leichter vergessen, dass es sich um eine Therapie handelt. Gartenarbeit Gartentherapie - zerkrümelnbeinhaltet viele kleine bis hin zu schweren Handgriffen, die individuell für den/die Patienten/in ausgewählt werden können und physio- bzw. ergotherapeutisch wirken. Übungen wie Lockern der Erde ähneln dem Kneten von Plastilin bzw. das Üben mit einem kleinen Ball. Das Gießen trainiert die gezielte Handführung, wodurch auch das selbstständige Einschenken mit der Teekanne simuliert wird. Durch das regelmäßige Aufsuchen der Pflanzen, um sie zu pflegen oder betrachten, wird die Muskulatur gestärkt und gilt so auch als Bewegungsübung.

 

Die Gartentherapie als Metapher für die Seele.

Menschen, die viel im Garten arbeiten, sind meist sehr bodenständig. Die Gartentherapie kann deshalb bei AkteurInnen, die "entwurzelt" sind, eingesetzt werden. Weiters können das Jäten als Metapher fungieren loszulassen bzw. abzuschließen. Viele Arbeiten können so unsere Psyche wiederspiegeln und therapiert werden.

Wird diese Form der Gartentherapie intensiv ausgeübt, bedarf sie viel Erfahrung der BetreuerInnen bzw. die Begleitung eines Therapeuten.

 

 

Der Garten als "neutraler Boden" unterstützt soziale Kontakte.

Vor allem für Langzeitpatienten/innen bedeutet der Aufenthalt in einer Krankenanstalt eine Gartentherapie - Kommunikationgroße Veränderung in ihrem Leben. Sie müssen sich nicht nur mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, sondern auch mit der Änderung ihres sozialen Umfeldes. Es ist vor allem für alte Menschen schwer, neue Kontakte zu knüpfen; die Gartentherapie ermöglicht eine zwanglose Kontaktaufnahme. Sei es beim gemeinsamen Arbeiten oder beim Aufenthalt im „Grünen", hier können die Patienten/innen Wissen austauschen und kommen dadurch einfacher ins Gespräch; dies wird durch organisierte Aktivitäten wie Grillfeste oder Rundgänge im Park ebenfalls unterstützt.

 

Der Gepflegte wird zum Pflegenden.

Gartentherapie - setztenEin weiterer wichtiger Aspekt ist dem „sinnlosen Alltag", den viele Patienten/innen verspüren entgegenzuwirken. Die Pflege von einzelnen Pflanzen oder Beeten vermittelt den Akteuren/innen eine sinnvolle Aufgabe, in der sie Verantwortung übernehmen. Diese Arbeit ist mit Erfolgserlebnissen, wie dem Keimen und Blühen der Pflanzen sowie dem Tragen von Früchten gekoppelt. Die Akteure werden vom GEPFLEGTEN zum PFLEGENDEN.
Therapiegärten müssen den psychischen und physischen Fähigkeiten der zukünftigen Benutzer angepasst werden.

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